Informationen über unseren Ehrenbürger Herrn Dr. Oscar Kayser  

Wissen Sie eigentlich, dass die Gemeinde Marienheide einen Ehrenbürger hat?

Da hin und wieder Nachfragen kommen, finden Sie hier Informationen über diesen Bürger.

Dr. Oscar Kayser wurde am 6. März 1874 in Marienheide geboren. Er studierte die Rechtswissenschaften, promovierte und ging nach Köln zur Justizverwaltung. Er hat nie geheiratet. Nach seiner frühzeitigen Pensionierung verlegte er seinen Wohnsitz in die Schweiz, wo er bis zu seinem Tod am 30. Dezember 1959 gelebt hat. Beerdigt wurde er in seiner Heimatgemeinde auf dem Friedhof Müllenbach.

Herr Dr. Kayser hat sich Zeit seines Lebens um die Gemeinde Marienheide verdient gemacht. Die Gestaltung des Oscar-Kayser-Platzes in der Ortsmitte ist ihm ebenso zu verdanken wie die Errichtung des Ehrenmals für die Gefallenen des ersten Weltkrieges auf dem Ellberg.

In seinem Testament vom 1. Oktober 1959 hat Herr Dr. Kayser seinen gesamten Grundbesitz in Marienheide und in der Gemeinde Klüppelberg an die Gemeinde Marienheide vererbt. Hierbei handelt es sich insbesondere um das Gelände "Heilteich", den Bereich des Springbrunnens an der Ecke Bahnhofstraße und das Gelände am Ellberg. Die Gesamtfläche betrug 6,6 ha.

Seit 1985 erhält die Gemeinde Marienheide aus einer im Jahr 1943 errichteten Stiftung jährlich einen Beitrag zur Unterhaltung des Seniorentreffs.
Diese Leistungen waren entscheidend für den einstimmigen Beschluss des damaligen Rates, Herrn Dr. Oscar Kayser die Ehrenbürgerrechte zu verleihen.

Die Ehrenbürger-Urkunde vom 9. Februar 1959 konnte wegen Erkrankung des Ehrenbürgers nicht in Marienheide übergeben werden. Bürgermeister Rönchen und Gemeindedirektor Strunkheide fuhren nach Zürich und überreichten sie dort Herrn Dr. Kayser am 5. September 1959.

Am 8. Dezember 1978 wurde im Beisein vieler Ratsmitglieder und Vertreter des Kuratoriums der Dr. Oscar-Kayser-Stiftung der Gedenkstein am Dr. Oscar-Kayser-Platz enthüllt und damit gleichzeitig die offizielle Straßenbezeichnung vollzogen. Gleichzeitig wurde an seinem Geburtshaus, es ist das Haus, in dem sich heute die Brücken-Apotheke befindet, eine Gedenktafel zur Erinnerung an unseren Ehrenbürger angebracht.