LEADER Bergisches Wasserland  

08.06.16

LEADER Bergisches Wasserland

Nach Projektaufruf sollen Projekte ausgewählt werden

LEADER ist ein Förderprogramm für ländliche Räume in Europa. Seit dem 1. April 2016 beraten die beiden Regionalmanager Céline Zahn und Martin Deubel interessierte Akteure. Am 20. Juli soll mit einer Infoveranstaltung in Wermelskirchen zur Abgabe von Förderanträgen motiviert werden.

Was ist LEADER Bergisches Wasserland?

Céline Zahn: Durch das Förderprogramm LEADER fördern die europäische Union und das Land NRW die Entwicklung des ländlichen Raums. Die Region „Bergisches Wasserland“ ist eine der 28 LEADER Regionen in NRW. Das „Bergische Wasserland“ besteht aus den acht Kommunen Burscheid, Kürten, Odenthal, Wermelskirchen, Hückeswagen, Marienheide, Radevormwald und Wipperfürth.

Was ist dabei die Aufgabe der Regionalmanager?

Céline Zahn: Wir arbeiten seit dem 1. April für die neue LEADER Region und beraten die potenziellen Antragsteller. Wir möchten mithelfen, die Region durch sinnvolle Projekte voran zu bringen und möglichst alle Fördermittel abzurufen. Deshalb informieren wir Interessierte über die Förderkonditionen und werben für LEADER.

Wie sind die Konditionen für eine Förderung?

Martin Deubel: LEADER fördert Projekte, die der Entwicklungsstrategie der Region entsprechen, mit bis zu 65% der Kosten. Den Rest muss der Projektträger beitragen. Er kann aber unter Umständen noch Mittel aus anderen Fördertöpfen oder über Sponsoren bekommen. Der Antragsteller muss zuerst alle Ausgaben selber tragen und bekommt sie nach ca. 6-12 Monaten erstattet. Das ist für Vereine manchmal ein Problem, aber wir versuchen gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungen zu finden.

Wie können sich Interessenten informieren?

Céline Zahn:
Wir bieten mehrere Infotreffen für Interessierte an. Die Termine und Orte stehen auf unserer Homepage und jeder ist herzlich eingeladen. Am 20. Juli 2016 findet in Wermelskirchen eine Projektauftaktveranstaltung statt, bei der sich alle bisher am LEADER Prozess Beteiligten über den Fortgang und das Antragsverfahren informieren können. Natürlich sind dabei auch Interessierte willkommen, die bisher noch keinen Bezug zu LEADER hatten. Sie findet ab 18:00 Uhr im Rathaus in Wermelskirchen statt. Auf unserer Internetseite www.leader-bergisches-wasserland.de finden sich viele Informationen. Wer kein Internet hat, erreicht uns unter telefonisch unter 02202 132657.

Wann können die ersten Projekte umgesetzt werden?

Martin Deubel:
Ab dem 21. Juli 2016 können sich Interessierte mit ihren Projekten um eine Förderung bewerben. Nach einer Vorprüfung der Anträge durch uns beide werden am 10. November vom Vorstand die zu fördernden Projekte ausgewählt. Die 20 Frauen und Männer entscheiden, welche der eingereichten Projekte den stärksten Beitrag zu den Zielen der Entwicklungsstrategie leisten. Sobald nach einer positiven Bewertung des Gremiums und einer anschließenden Prüfung durch die Bezirksregierung Köln der Zuwendungsbescheid eintrifft, kann die Umsetzung der Projekte beginnen. Die ersten Projekte können etwa ab Januar 2017 starten.

Und was passiert mit abgelehnten Projekten?

Céline Zahn:
In den nächsten Jahren wird es weitere Antragsphasen geben. Bis 2022 können 3,1 Mio. Euro LEADER-Mittel in die Region fließen. Wird ein Projekt bei einer Auswahlsitzung abgelehnt, kann der Antragsteller beliebig viele neue Anträge stellen. Wir beraten bei einer Ablehnung die Antragsteller, wie sie ihre Projektideen verbessern können.

3,1 Millionen für acht Kommunen und für einen Zeitraum bis 2022? Ist das nicht relativ wenig?


Martin Deubel: Es ist sehr viel Geld, aber es reicht nicht für alle Ideen. Deshalb muss eine Auswahl getroffen werden. Wenn jemand keine Förderung bekommt, beraten wir ihn zu alternativen Förderprogrammen. Damit mehr Projekte gefördert werden können, hat der Vorstand eine Zuwendungsbegrenzung auf 100.000 € eingeführt. Wir erhoffen uns, dass viele Projekte weitere Impulse setzen werden.

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