Oberbergischer Appell "Damit es wieder summt!"  

24.07.17

Oberbergischer Appell "Damit es wieder summt!"

Das Insektensterben ist längst auch im Oberbergischen angekommen.
Der Naturschutzbeirat Oberberg macht das an einem ganz praktischen Beispiel fest:
Im Gegensatz zu früheren Zeiten bleiben die Windschutzscheiben der Autos bei sommerlichen Fahrten fast frei von toten Insekten. Die Folgen des Insektensterbens für das Ökosystem sind immens.

Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und viele weitere Insekten sind für die Ökosystemkette sehr wichtig. Ohne die Bestäuberleistung gibt es keinen Honig, kein heimisches Obst und weniger blühende Landschaften. Die Ursachen für den Verlust der Insekten sind vielfältig. Vielerorts finden die Insekten keine Fortpflanzungs- und Nahrungspflanzen mehr, weil Blühstreifen, bunte Wiesen und alte Streuobstwiesen immer seltener werden. Selbst in den Gärten verschwinden Hochstauden, weil diese durch Steinschüttungen oder „Golfrasen“ ersetzt werden.

Der Naturschutzbeirat empfiehlt deshalb den Schutz von Obstbäumen und die Neuanlage von Obstbaumwiesen, natürlichen Gärten, Erhalt von Hecken und Gehölzen sowie die Sicherung bzw. Neuanlage von Ackerrandstreifen und Wegrändern.

Der Appell richtet sich an naturverbundene Menschen, insbesondere aber an

- Grundstückseigentümer
- Kirchengemeinden
- Landwirte und Pächter
- Dorfgemeinschaften
- Hegeringe

und viele mehr.

Den kompletten Appell des Naturschutzbeirates finden Sie hier

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