Was macht eigentlich ihre Feuerwehr der Gemeinde Marienheide in der CORONA-Zeit?

Natürlich gelten alle Beschränkungen des Landes NRW auch für die Feuerwehren in NRW. Zwischen Einwohner oder Institutionen der Gemeinde Marienheide gibt es zum Schutz der Bevölkerung wenig Unterschiede. Nach dem ersten Lockdown aus dem Frühjahr 2020 hat uns die zweite Welle eigentlich noch viel härter getroffen als gedacht. In der Anfangszeit wusste man über den CORONA-Virus leider noch nicht viel. Man konnte jedoch nicht auf die Dienste der freiwilligen Feuerwehr verzichten. Das ist sicherlich heute auch noch so jedoch müssen wir derzeit viel härtere Einschränkungen in Kauf nehmen obwohl wir weiterhin zum Schutz unserer Bevölkerung gebraucht werden.

Am 14.März 2020 Stand der 70. Geburtstag des ehemaligen stellv. Wehrführers der Gemeinde Marienheide, Ernst Theissen auf dem Programm. Am Abend vorher wurde schweren Herzens der Geburtstag abgesagt- kein Fest, keine Gäste, alles was bestellt war ging zurück.

Seit diesem Termin läuft das Leben bei der Feuerwehr anders. Erste Einschränkungen kamen für die Zusammenkunft von Feuerwehrkameraden auch im dienstlichen Bereich zum Tragen.

Während der Sommerzeit sah es deutlich entspannter aus, es waren Übungen und Ausbildungen wieder im kleinen Rahmen von bis zu 10 Personen möglich. Das ist zwar nicht vergleichbar mit dem was eine Feuerwehr im Regelbetrieb leistet – aber besser als nichts.

In den Eingangsbereichen zu den Feuerwehrhäusern sind mittlerweile Desinfektionsspender angebracht und eine Maske hängt an jedem Spind eines Kameraden.

Seitens der Führung der Feuerwehr Marienheide gab es zeitnah ein ausgeklügeltes System um unsere Einsatzbereitschaft und die damit verbundenen Möglichkeiten zu realisieren. Die Infektionszahlen und der R-Wert der mittlerweile unsere Tagespresse bestimmt wurde auch für unser Handeln als Grundlage niedergelegt.

Die Leitung der Feuerwehr Marienheide und die Feuerwehrärztin beraten sich jeweils zum Wochenende gemeinsam um für die Folgewoche das weitere Handeln für die vier Einheiten gemeinsam abzustimmen.

Derzeit gibt es wegen der hohen Infektionszahlen bei den Einheiten der Feuerwehr der Gemeinde Marienheide keinen Übungsdienst mehr. Die wichtigsten Arbeiten wie Gerätepflege und Wartung die unaufschiebbar sind, werden von nur wenigen Kameraden durchgeführt – ist jedoch unabdingbar, weil sich der Mitbürger der Gemeinde im Einsatzfall auch seine Feuerwehr in der Gemeinde Marienheide verlässt.

Alle Löschgruppen lieben und leben die Feuerwehr und das ist immer verbunden mit Kameradschaft und Freundschaft untereinander. Viele Kameraden haben sich jedoch untereinander seit vielen Monaten nicht mehr gesehen.

Mittlerweile haben verschiedene Gruppen der Feuerwehr der Gemeinde Marienheide bereits Videoübungen und Besprechungen durchgeführt. Das ist für viele Kameraden neu und man hat nun nur noch ein Videobild der Kameraden vor Augen. Sicherlich ist dies ein neuer Weg im Bereich der Feuerwehr, in Firmen mittlerweile Standard. Das Ausrücken in einem Löschfahrzeug zu einem Einsatz mit Maske ist sicherlich richtig und wichtig jedoch ist es für uns immer noch ungewohnt.

Wir als Feuerwehr freuen uns jedoch auf die Zeit nach dem CORONA Virus, wo wir wieder in gewohnter Art und Weise unsere Übungen, Unterrichte und Dienstbesprechungen mit echten Menschen absolvieren können.

Viele unserer Kameraden im Ehrenamt sind mittlerweile in ihrem täglichen Leben mit Quarantäne, Kurzarbeit und Kindergartenbetreuung bestens vertraut. 

Wir als Feuerwehr der Gemeinde Marienheide hoffen sehr, dass wir mit all unseren Kameraden und Kameradinnen diese Pandemie gut überstehen und weiterhin einen guten Beitrag im Ehrenamt der Gemeinde Marienheide leisten können.

Ralf Breloer
(Pressesprecher)