Klimaschutz-Hashtag

Im Rahmen des Klimaschutzes wird durch den Klimaschutzmanager der Gemeinde Marienheide ab sofort ein fortlaufender „Klimaschutz-Informations-Hashtag“ im Rundblick veröffentlicht. Dieser wird dazu dienen, im Zwei-Wochen-Rhythmus über verschiedene Themen und Probleme beim Klimaschutz zu informieren. Die Kurzbeiträge werden sich primär auf CO2-Einsparpotenziale fokussieren. Dies bietet für jede/n Einzelne/n die Möglichkeit, sein/ihren eigenen Lebensbereich gezielt analysieren zu können, um im Idealfall auch im privaten Alltag einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Die Beiträge unter dem Klimaschutz-Hashtag werden parallel auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht und archiviert. 

#Klimaschutz_Jetzt

#1 Wussten Sie schon, dass …

… der durchschnittliche Lebensmittelkonsum für ca. 15 % der CO2-Emissionen (CO2-äquivalente) in Deutschlands privaten Haushalten verantwortlich ist? Der Fleischkonsum und der Verzehr von tierischen Produkten tragen hierbei am stärksten dazu bei. Vergleicht man Fleisch und tierische Produkte mit Obst und Gemüse, so liegen die CO2-Emissionen ersterer im Durchschnitt etwa 25-fach höher. Von großer Bedeutung für die Höhe der CO2-Emissionen ist auch die Herkunft, die Herstellung und die Produktion der Lebensmittel. So ist der Verzehr von regionalen Lebensmitteln klimafreundlicher, da die Transportwege verkürzt werden. Saisonale Produkte verzichten zudem häufig auf zusätzliche, notwendige Energieaufwendungen. Für frische „Winter-Erdbeeren“ müssen z. B. in Gewächshäusern künstlich klimatisch günstige Bedingungen geschaffen werden.

Möchtest Du deinen eigenen CO2-Fußabdruck im Bereich des Lebensmittelkonsums minimieren, gilt es also folgende Tipps zu beachten:

  • Greife im Regal lieber zu regionalen und im Idealfall saisonalen Produkten.
  • Heute einmal vegetarisch!? Ein völliger Verzicht oder eine komplette Umstellung des Lebensmittelkonsums ist nicht notwendig. Mit einer Reduktion des Verzehrs von Fleisch und tierischen Produkten leistest du bereits einen positiven Beitrag für unser Klima.

Quellen:

https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/Reinhardt-Gaertner-Wagner-2020-Oekologische-Fu%C3%9Fabdruecke-von-Lebensmitteln-und-Gerichten-in-Deutschland-ifeu-2020.pdf

#2 Wussten Sie schon, dass...

... der durchschnittliche CO2-Ausstoß im Jahr 2020 ca. 8,9 t CO2 pro Einwohner in Deutschland betrug? In Deutschland wurden 2020 ca. 739 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Dies entspricht einer Reduktion von ca. 9% im Vergleich zum Vorjahr (2019: 810 t CO2). Die Emissionen stellen die Summe der CO2-Ausstöße aus den Bereichen Energiewirtschaft (2,7 t CO2), Industrie (2,1 t CO2), Verkehr (1,8 t CO2), Gebäude (1,4 t CO2), Landwirtschaft (0,8 t CO2) und Abfall/Sonstiges (0,1 t CO2) dar. Durch individuelle Lebensstile fällt der CO2-Ausstoß sehr unterschiedlich aus. Die Umstellung auf die Nutzung erneuerbarer Energien, eine bewusstere Ernährung sowie klimafreundliche Mobilität können den eigenen CO2 deutlich reduzieren. Um den eigenen "CO2-Fußabdruck" präzise zu ermitteln, kann u. a. auf den kostenlosen "CO2-Rechner" des Umweltbundesamtes zurückgegriffen werden. Dort erhält man einen Einblick in den aktuellen, individuellen CO2-Ausstoß und wie eine Reduktion der Treibhausgase durch gezielte Maßnahmen erreicht werden kann.

Was entspricht eigentlich einer Tonne CO2?

- Eine Stecke von 4.500 km mit dem Auto (Benziner, 7 l/ 100 km)

- Der Verbrauch von 7.500 kWh

- Eine 80 Jahre alte Buche

#3 Wussten Sie schon, dass ...

… Sie in Ihren eigenen vier Wänden klimaneutral heizen können? Ermöglicht wird dies durch die Nutzung erneuerbarer Energien, gepaart mit moderner Technologie. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (LWWP) beispielsweise nutzt die Umgebungsluft als Wärmequelle. Als Energiequelle für die Wärmeerzeugung der LWWP wird Strom benötigt. Wird eine LWWP mit Ökostrom betrieben oder beispielsweise mit einer eigenständigen Solaranlage, so wird das Heizen klimaneutral. Die CO2-Emissionen können somit im Vergleich zum Heizen mit fossilen Energieträgern deutlich reduziert werden.

Als klimafreundliche Alternative gilt ebenfalls eine Pelletheizung! Das Grundprinzip ist einfach: Durch Verbrennung von Holzpellets in einem Kessel wird Wärme produziert. Die Pellets selbst bestehen hauptsächlich aus gepressten Sägenebenprodukten und Holz. Unter natürlichen Bedingungen würde der im Holz gespeicherte Kohlenstoff im Zuge der Verrottung eines Baumes verlagert und anschließend weiterhin im Boden gebunden werden. Durch die Verbrennung des Holzes wird ursprünglich gebundenes CO2 freigesetzt. Dennoch zeigt ein Vergleich, dass bei einem Wechsel von einer Öl- zu einer Pelletheizung knapp 90 % der Treibhausgasemissionen eingespart werden können. Dabei ist eine Einsparung von bis zu 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr möglich.   

  • Der Einbau einer LWWP oder einer Pelletheizung wird vom Staat bezuschusst. Dieser Zuschuss beträgt pauschal 35 % der Investitionskosten. Bei einem Wechsel von Ihrer alten Ölheizung zu einer der beiden Alternativen, steigt der Fördersatz sogar auf bis zu 45 % an. Zusätzlich können Sie durch die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) weitere 5 % Förderung erhalten.

Sebastian Golinski

Fachbereich VI - Klimaschutzmanager -

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